Dienstag, 6. November 2007

Buchführungsgrenze - Höhe und die Folgen

Lag der Gewinn im Jahr 2006 zwischen 30.000 und 50.000 Euro?

Dann wurden Sie vielleicht auch vom Finanzamt aufgefordert, für das Jahr 2007 statt einer EÜR eine Bilanz zu erstellen. Das ist jedoch nicht erforderlich! Unternehmer mit Einkünften aus Gewerbebetrieb werden bisher ab einem Gewinn von 30.000 Euro buchführungspflichtig und müssen zur Bilanzierung übergehen.

Mit dem „Zweiten Mittelstandsentlastungsgesetz“ wurde diese Grenze auf 50.000 Euro angehoben. Damit können in Zukunft weit mehr Selbstständige ihren Gewinn per Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln.

Vorteil: Eine EÜR kann selbst erstellt werden und auch beim Steuerberater kostet sie weniger als eine Bilanz. Laut Gesetz gilt die neue Grenze erst ab dem Gewinn des Jahres 2008. Dank einer Übergangsregelung profitieren jedoch bisher nicht buchführungspflichtige Unternehmer von der höheren Grenze sofort (§ 19 Abs. 6 EG-AO). Ergibt sich aus dem Steuerbescheid 2006, dass der Gewinn zwar über 30.000 Euro, jedoch unter 50.000 Euro liegt, darf das Finanzamt keine Mitteilung über den Beginn der Buchführungspflicht machen. Das spricht sich bei den Finanzämtern jedoch nur langsam rum.

Nicht so klar ist die zeitliche Anwendung bei Selbstständigen, die bisher bilanziert haben und deren Gewinn 2006 unter 50.000 Euro liegt. Nach dem Gesetzeswortlaut muss dann wohl für 2007 noch eine Bilanz abgegeben werden.

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