Mittwoch, 19. August 2009

Allg. zur Umsatzsteuervoranmeldung

Neben einer Umsatzsteuerjahreserklärung ist der Unternehmer auch verpflichtet, während des Jahres die Umsätze in Umsatzsteuer-Voranmeldungen zu erklären. Von der Pflicht zur Abgabe dieser Voranmeldungen kann der Unternehmer befreit werden, wenn die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 512 Euro beträgt. In diesem Fall hat der Unternehmer nur eine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben.

Die Voranmeldung hat der Unternehmer bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums beim Finanzamt einzureichen und die Zahllast zu begleichen. Die Voranmeldungen können auch an das Finanzamt gefaxt oder mit entsprechender Software elektronisch übermittelt werden.

Hinweis: Seit 2005 müssen Unternehmer ihre die Voranmeldungen zwingend auf elektronischem Wege ans Finanzamt übermitteln (§ 27 Absatz 9 Umsatzsteuergesetz, UStG). Nur in Ausnahmefällen ist dann auf Antrag weiterhin die Einreichung per Post oder Fax möglich. Das gilt für Unternehmer, die keinen Internetanschluss haben.

Eine Abgabe-Schonfrist wird nicht mehr gewährt. Bis Ende 2006 war es üblich, mit einer Steuerzahlung per Scheck noch am Fälligkeitstag einen Zinsvorteil zu erlangen. Denn dieser Betrag wurde erst später vom Konto abgebucht, galt jedoch bereits mit dem Eingang im Finanzamt als geleistet. Für seit Neujahr 2007 eingehende Schecks hat sich dies geändert, sie gelten erst am dritten Tag nach dem Eingang als Zahlung. Somit reicht es nicht mehr aus, den Scheck gleichzeitig mit der Umsatzsteuervoranmeldung am 10. eines Monats einzurechen. Dann gilt die Steuerschuld erst am 13. als bewirkt, was zu spät ist. Zwar werden innerhalb einer Schonfrist von drei Tagen nach § 240 Absatz 3 AO noch keine Säumniszuschläge erhoben. Diese Ausnahme gilt aber nur für Überweisungen oder Lastschriften, nicht hingegen bei Bar- und Scheckzahlungen. Daher muss der Scheck dem Finanzamt jetzt bereits drei Tage vor dem Fälligkeitstermin vorliegen, um Säumniszuschläge zu vermeiden. Bis Silvester 2006 reichte noch eine Abgabe am Fälligkeitstag. Damit fallen ab diesem Jahr öfters Säumniszuschläge für einen angefangenen Monat an, wenn der Scheck nicht bis zum 7. beim Finanzamt eingeht.

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