Donnerstag, 10. September 2009

EU-Dienstleistungen

Durch das JStG 2009 wurden die Anforderungen aus dem sog. Mehrwertsteuer-Paket (EG-Richtlinien 2008/8 bzw. 2008/9) in nationales Recht umgesetzt. Die Regelung tritt zum 01.01.2010 in Kraft

Nach der neuen Grundregel nach §3a Abs. 2 UStG wird die Umsatzsteuer für Dienstleistungen, die zwischen Unternehmern erbracht werden (B2B-Leistungen), nunmehr an dem Ort erhoben, an dem der Empfänger der Leistung ansässig ist ("Empfängerortprinzip").


Richtet sich bei einer sonstigen Leistung der Leistungsort danach, wo der Leistungsempfänger seinen Sitz oder eine Betriebstätte hat, an die die Leistung erbracht wird und schuldet der Empfänger die Steuer (vgl. § 13b Abs. 1 S. 1 Nr. 1 UStG), hat der leistende Unternehmer ab dem 1.1.2010 auch die USt-IdNr. des Leistungsempfängers anzugeben (§ 14a Abs. 1 UStG n. F.). Im Rechnungstext ist der Leistungsempfänger ist darauf hinzuweisen, dass er Schuldner der Umsatzsteuer wird

Unternehmer müssen ab 2010 weiterhin beachten, dass sie sonstige Leistungen an in einem anderen Mitgliedstaat ansässige Leistungsempfänger in sehr vielen Fällen erstmals und fortlaufend in einer zusammenfassenden Meldung und in der Umsatzsteuervoranmeldung zu deklarieren haben. (Bisher war die ZM nur für Lieferumsätze notwendig).

Die Regelungen ab 01.01.2010 zum Vorsteuer-Vergütungsverfahren von im Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmern gemäß der Richtlinie 2008/9/EG des Rates vom 12.02.2008 werden durch die Änderungen von § 18 Abs. 9 UStG, des neuen § 18g UStG sowie den neu gefassten §§ 59 und 61 UStDV umgesetzt.

Das bisher bestehende Papierverfahren wird für im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer auf ein elektronisches Verfahren umgestellt.

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