Freitag, 12. Februar 2010

Ordnungsgemäße Rechnung

Wenn es um korrekte Rechnungen geht, kennt das Finanzamt keine Gnade. Bei Verstößen gegen Formvorschriften oder unvollständigen Rechnungsangaben gefährden Unternehmer den Vorsteuerabzug. Deshalb sollten Sie Ihre Ausgangs- und Eingangsrechnungen genau kontrollieren. Der folgende Beitrag klärt auf über Vorsteuerabzug, Rechnungsanforderungen, digitale Signatur, Kleinbetragsrechnung und Steuerbefreiung der Kleinunternehmer nach § 19 UStG.

Leider merkt man erst nach Jahren bei einer Betriebsprüfung, ob die Rechnungen den Formvorschriften entsprechen. Wenn dies nicht der Fall ist, drohen hier oft hohe Umsatzsteuernachzahlungen. Sie haben zwar Anspruch auf eine nachträgliche Korrektur der Rechnung. Die Praxis zeigt aber leider, dass dies oft gar nicht mehr möglich ist und der Verwaltungsaufwand diesbezüglich auch sehr hoch ist.


Daher ist es erforderlich, dass Sie Ihre Eingangsrechnung auf Vollständigkeit überprüfen. Auch sollten Ihre Ausgangsrechnungen den Formvorschriften entsprechen, denn das vermeidet unnötigen Ärger und Mehrarbeit. Bei Ausgabenbelege gibt es im Einkommens- und Gewerbesteuerrecht keine speziellen Formerfordernisse. Im Zweifelsfall müssen Sie gegenüber dem Prüfer nachweisen, dass es sich um eine betriebliche Ausgabe handelt.


Sollte der Vorsteuerabzug nicht anerkannt werden, können Sie nur den Bruttobetrag als Aufwand geltend machen.

Was müssen Rechnungen enthalten?

Eine ordnungsgemäße Rechnung muss folgende Angaben enthalten:


1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
3. das Ausstellungsdatum,
4. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
5. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,

7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,

8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt und

9. in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers.

Keine Kommentare: