Dienstag, 11. November 2014

Inventur: Gesetzliche Vorschriften

Nach § 240 HGB ist jeder Kaufmann verpflichtet, zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluss jedes Geschäftjahres seine Vermögensgegenstände und Schulden innerhalb der einem ordnungsmäßigen Geschäftsgang entsprechenden Zeit zu verzeichnen und dabei den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden anzugeben. Die Erstellung eines solchen Inventars – gewissermaßen als Mengengerüst für die Bilanz – wird als Inventur bezeichnet, wobei dieser Begriff häufig im Zusammenhang mit der Erfassung des Vorratsvermögens verwandt wird. Die handelsrechtliche Verpflichtung zur Erfassung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden nach Art, Menge und Wert gilt, bezogen auf den steuerlichen Begriff des Wirtschaftsguts gem. § 140 AO auch in steuerlicher Hinsicht.

Problem:
Die lückenlose körperliche Erfassung der Vermögensgegenstände kann im Einzelfall zu einem unangemessenen Verhältnis von Arbeitsaufwand und Zweck führen. Deshalb kennt das Handelsrecht einige Inventurvereinfachungsverfahren:

§ 240 Abs. 3 und 4 HGB:
- Festwertermittlung,
- Gruppenbewertung,

§ 241 HGB:
- Stichprobenverfahren,
- permanente Inventur,
- vor- oder nachverlegte Stichtagsinventur.


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