Mittwoch, 3. Dezember 2014

Zahlungsunfähig - Insolvenz - Warum?

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen, obwohl es fast immer vermeidbar gewesen wäre. Der häufigste Fehler: Die Firmenchefs reagieren zu spät auf finanzielle Risiken - es droht die Zahlungsunfähigkeit.

Wie erkennt man eine drohende Zahlungsunfähigkeit frühzeitig?

Vor allem die folgenden Kennzahlen und Indizien sprechen dafür, dass Zahlungsschwierigkeiten drohen:

1.Umsatz
Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr beziehungsweise zum Vorjahresmonat rückläufig.

2.Preisverfall
Die Preise für bestimmte Produkte geraten wegen Konkurrenzprodukten unter Druck und müssen gesenkt werden.

3. Eigenkapital
Die Rendite sinkt und das Eigenkapital ist beinahe aufgebraucht.

4. Zahlungsmoral
Es bestehen hohe Forderungen an Kunden, die nicht bezahlen.


Prüfen Sie rechtzeitig die Lage Ihres Unternehmens.
Lassen Sie Ihren Steuerberater regelmäßig Ihre zahlungsfähigkeit analysieren.
Nutzen Sie die Möglichkeiten moderner kaufmännischer Softwareprogramm, wie z.B. Office Online.

Tipp:
Die Einnahmen- / Überschussrechnung: Auch wenn Sie bilanzieren gibt eine einfache EÜR schnell Aufschluß über die finanzielle Lage. Ergibt sich ein Übergewicht der Ausgaben gegenüber den Einnahmen, sollten Sie rasch gegensteuern. Aktuelle Online Buchhaltungsprogramme bieten diese Möglichkeit.


Statistik:
Die Prozentsätze informieren über die durchschnittliche Häufigkeit, mit der die Faktoren von einer Vielzahl von Verwaltern als wichtige Insolvenzursache erkannt wurden.


Fehlendes Controlling 79 %
Finanzierungslücken 76 %
Unzureichendes Debitorenmanagement 64 %
Autoritäre, rigide Führung 57 %
Ungenügende Transparenz und Kommunikation 44 %
Investitionsfehler 42 %
Falsche Produktplanung 41 %
Dominanz persönlicher über sachliche Motivation 33 %
Ungenügende Marktanpassung 29 %
Egozentrik, fehlende Außenorientierung 28 %
Mangel an strategischer Reflexion 27 %
Personalprobleme 25 %
Unkontrollierte Investition und Expansion 21 %
Zu viel Wechsel 21 %
Quelle

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